Die Eingewöhnung ist das zentrale Element für eine gelungenen Zusammenarbeit und eine 

gute Vertrauensbasis. Die individuellen Bedürfnisse Ihres Kindes sind für mich daher der 

Ausgangspunkt für mein pädagogisches Handeln im Eingewöhnungsprozess. Sowohl Ihr 

Kind , wie auch Sie als Eltern werden partizipativ in den Prozess ihrer Eingewöhnung 

miteingebunden. Es gibt keinen festen Zeitplan, vielmehr orientieren wir uns zusammen an 

die Bedürfnisse Ihres Kindes und Ihnen als Eltern. Jedes Kind ist verschieden und braucht 

unterschiedlich viel Zeit, jedoch sollten Sie sich als Eltern bei der Eingewöhnung ein 

Zeitfenster von mindestens zwei bis drei Wochen freihalten. 

Ähnlich wie beim Partizipatorischen Eingewöhnungsmodell von Prof. Dr. Marjan Alemzadeh 

verläuft die Eingewöhnung bei mir in verschiedenen Phasen ab . 

1. Informieren: 

Wir führen die ersten Gespräche und sprechen über Erfahrungen mit Geburt und 

Trennung, Persönlichkeit ihres Kindes, Erwartungen an mich als Tagesmutter und 

besprechen den Ablauf der Eingewöhnung. 

2. Ankommen und Kennenlernen: 

Sie und ihr Kind machen sich mit den Räumlichkeiten und mir als Tagesmutter 

vertraut. Die ersten Tage bleiben Sie als Bezugsperson dabei und bilden für Ihr Kind einen sicheren Hafen. Durch Beobachtungen und Spielangebote findet die erste 

Kontaktaufnahme zwischen ihrem Kind und mir statt. 

3.Beziehungsaufbau

Nach und nach wird sich Ihr Kind immer mehr auf die Spielangebote einlassen und 

eine Vertrauensbasis zu mir aufbauen. Ihr Kind wird eigenständig seine Umwelt 

erkunden und sich an Interaktionen beteiligen. Im Zuge dessen wird ihr Kind 

beginnen immer mehr am Alltag teilzunehmen und es werden langsam 

Pflegetätigkeiten wie Essen, Trinken, Hände waschen und auf den Arm nehmen 

angeboten und angenommen. Solange bleiben sie als sicherer Hafen in den 

Räumlichkeiten, verhalten sich jedoch passiv und machen sich als Spielpartner 

uninteressant . Erst wenn diese Phase zur Routine wird, gehen wir in die nächste 

Phase über. 

4. Bereit für den Abschied 

Sie als Eltern entscheiden zusammen mit Ihrem Kind wann der Zeitprunkt für die 

Trennung gekommen ist. Hier sind mir intensive und vertrauensvolle Gespräche sehr 

wichtig, denn nur wenn sich alle Beteiligten wohl fühlen kann eine sichere Trennung 

gelingen. Der Zeitraum der Trennung ist eine individuelle Angelegenheit und wird 

zeitlich immer weiter gestaffelt. Wichtig für Ihr Kind ist dabei, dass es vertrauen in 

die Absprachen zwischen Ihnen und mir hat. Am Anfang werden sich die 

Trennungsphasen nur über den Zeitraum des ,,Freispiels“ erstrecken. Sobald diese mit 

einer sicheren Bindung abgeschlossen ist , wird die Trennungsphase sich über das 

Mittagessen und zum Schluss über das Schlafen erstrecken. Hier gibt es keinen festen 

Zeitplan. Wir werden uns so viel Zeit in der Trennungsphase nehmen, bis Sie und Ihr 

Kind sich dafür bereit fühlen. 

Oberstes Ziel ist für mich, dass nicht nur Ihr Kind sich sicher und geborgen fühlt sondern 

auch eine Vertrauensbasis zwischen Ihnen und mir entsteht. Sie sind die Experten ihres 

Kindes. Deshalb zögern Sie nicht mir ihre Fragen, Bedenken oder Wünsche zu äußern. 

Zusammen finden wir durch genau diese Gespräche den richtigen Weg.